Die Fußreflexzonenmassage Teil 1

Nicht nur über die verschiedenen Nervenleitbahnen des Nervensystems sind die Füße mit dem übrigen Körper und seinen Organen verbunden, sondern auch über die Reflexbogen. Diese Reflexbogen sind energetische Bahnen oder Energieverläufe, die sich zwischen Haut und Muskeln spannen, zwischen Haut und Innenorganen, Muskeln und Innenorganen und den verschiedenen Innenorganen selbst. Über diese vegetativ funktionierenden Querverbindungen und über ihr komplexes Nervengeflecht stehen die Füße mit sämtlichen Organen unseres Körpers beständig im Wechsel.
Die Vorläufer der Fußreflexzonenmassage sind im indischen Ayurveda, in der tibetischen Medizin und in der chinesischen Akupunktur zu finden. Diese Heilmethoden betrachten den gesamten Organismus des Klienten. Sie beziehen seine seelische und geistige Befindlichkeit sowie seine äußeren Lebensumstände in Diagnose und Heilung mit ein. Die asiatische Weltanschauung geht davon aus dass sich alle Vorgänge des Makrokosmos Natur im Mikrokosmos Mensch spiegeln. Innerhalb dieser Idee des energetischen Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur haben sich weitere ganzheitliche Betrachtungsweisen entwickelt, u.a. die Betrachtungsweise der Organe als verkleinerte Spiegelbilder des gesamten Organismus. Gemäß dieser These enthält jeder Körperteil, Fuß, Hand, Auge und Ohr ein Abbild des ganzen Körpers. Folglich kann die Reizung eines bestimmten Punktes oder einer Zone (wie bei der Fußreflexzonenmassage) spezifische Wirkung in einem weit entfernten anderen Körperteil erzeugen.

Auf ähnliche Thesen basierte auch die Medizin eines indianischen Volkes im Norden Zentralamerikas und Mexikos, der Maya. Die Maya wendeten bereits während ihrer präkolumbischen Hochkultur (100 v. Chr. bis 900 n. Chr.) ein komplexes Diagnose- und Therapiesystem an. Sie überlieferten ihre Heilmethode auf den Steintafeln des Maya- Altars von Copan in 36 verschlüsselten Bildern.
1938 gelang es Dr. William H. H. Fitzgerald (1872 – 1942), einem Hals-Nasen- Ohren-Arzt aus Hartfort, Connecticut (USA), und der Physiotherapeutin Eunice D. Ingham-Stopfel (1889 – 1974), diese Bilder zu entziffern. Fitzgeralds Thesen zu den zehn Körperzonen, die er 1917 in Columbus, Ohio (USA), veröffentlicht hatte, wurden dadurch bestätigt.
Fitzgerald konnte anhand empirischer Versuche seine Thesen über die Wirkungsweise der Fußreflexzonenmassage bestätigen und die Gesetzmäßigkeiten ihrer Anwendung festlegen.

Auszug aus dem Buch „Fußreflexzonenmassage“ von Gabriele Hoffmann